Frei sein


Freiheit bedeutet für jeden etwas anderes. Bei jedem fängt Freiheit an einem anderen Punkt an und hört auch an einem anderen Punkt auf. Ich denke zu oft, über zu viele Dinge, über mein Leben nach. Und neulich habe ich mich gefragt ob ich mich frei fühle.. Die Antwort darauf ist nein, ich fühle mich nicht frei. Ich fühle mich gefangen. Gefangen in der Gesellschaft, in dem Idealbild, im Idealleben, in den Erwartungen anderer und in meinen eigenen Gedanken. Jede Entscheidung hat Konsequenzen und man überlegt drei mal bevor man handelt, um auch ja nichts verkehrtes zu tun, um die richtige Entscheidung zu treffen. Nur leider bestimmen wir viel zu selten alleine über unser Leben und unsere Entscheidungen. Wir lassen auf uns einreden, wir folgen dem was andere tun, wir hören auf Ratschläge anderer, wir tun was uns gesagt wird. Manchmal fühle ich mich eingeengt, möchte ausbrechen aus diesem Leben. Es gibt Menschen, die Leben einfach im Hier & Jetzt und sie sind damit wunschlos glücklich. Aber jeder weiß doch, was der "vernünftige" Weg ist, nämlich an seine Zukunft zu denken, vorauszudenken. Etwas was mich auch meiner Freiheit beraubt ist die Angst. Angst vor falschen Entscheidungen, Angst vor Folgen, Angst vor so vielem. Ich möchte ein furchtloser Mensch sein, ich möchte für Heute und nicht für Morgen leben, ich möchte genießen, ich möchte nichts bereuen, dieses kurze Leben auskosten. Manche Menschen haben in meinem Alter schon so viel von der Welt gesehen, sind alleine gereist, haben Abenteuer erlebt, neue Leute kennengelernt. Jetzt mögen einige denken: "Ja Mensch, dann tu das doch auch.", aber so einfach ist das nicht. Alles ist immer viel leichter gesagt als getan. Ich denke viele kennen dieses Gefühl, negative Sachen einfach verdrängen zu wollen, manche Gedanken nicht haben zu wollen. Die Frage ist, muss man wirklich vollkommen frei sein um rundum glücklich zu sein? Freiheit ist so ein dehnbarer Begriff und für jeden fühlt sich Freiheit anders an.